Wie ich versuche, deine Erinnerung lebendig zu halten
Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an dich denke. Und doch sind es vor allem die Kinder, durch die du mir so nah bleibst.
In ihren Fragen, in ihren Blicken, in ihren kleinen Momenten, in denen du plötzlich wieder spürbar bist. Manchmal frage ich mich, was sie wohl von dir behalten werden.
Wenn die Kinder abends im Bett liegen und es still im Haus wird, rede ich mit dir. Leise, in Gedanken. Ich erzähle dir, was sie heute gesagt haben, wie sie gelacht haben, und wie sehr du ihnen fehlst.
Und dann denke ich daran, was ich ihnen jeden Tag über dich erzähle – und was ich ihnen unbedingt mitgeben will, damit sie dich nie vergessen.
Zwei von ihnen sind noch so klein. Sie werden sich vielleicht nicht daran erinnern, wie du sie auf dem Arm gehalten hast oder wie du ihnen Geschichten erzählt hast, während sie langsam eingeschlafen sind. Aber ich erinnere mich. Und ich erzähle es ihnen. Immer wieder. Damit sie wissen, wer du warst.
Ich erzähle ihnen, wie groß dein Herz war – wie du immer zuerst an andere gedacht hast. Wie du dich um Freunde gekümmert hast, noch bevor du dich um dich selbst gekümmert hast. Ich sage ihnen, dass man stark ist, wenn man mitfühlt. Dass du das beste Beispiel dafür warst.
Ich erzähle ihnen von deinem Chaos, das unser Zuhause erfüllt hat. Wie du nie etwas finden konntest, aber immer genau wusstest, wo alles lag. Wie du plötzlich mitten im Aufräumen eine Idee hattest – und dann standen wir eine Stunde später irgendwo am See, mit Pommes in der Hand und Wind in den Haaren. Du hast das Leben so leicht gemacht, so spontan, so echt.
Ich erzähle ihnen von deinem Lachen. Dieses Lachen, das alles heller gemacht hat. Es war unmöglich, traurig zu bleiben, wenn du gelacht hast. Und manchmal, wenn ich alte Videos anmache, höre ich es wieder. Dann schließe ich die Augen, und für einen Moment bist du da.
Ich erzähle ihnen von deiner Kreativität – von den verrückten Ideen, die plötzlich in deinem Kopf entstanden. Von den gebauten Kissenburgen, den gemalten Schatzkarten, den Geschichten, die du dir einfach ausgedacht hast. Du hast uns gezeigt, dass Fantasie kein Kinderkram ist, sondern eine Art zu leben.
Ich erzähle ihnen von deinem Mut. Von der Art, wie du dich nie hast unterkriegen lassen. Wie du Dinge einfach angegangen bist, die andere nur aufgeschoben hätten. Du hast immer gesagt: „Das kriegen wir hin.“ Und ich glaube, ich sage das heute so oft, weil ich dich dabei höre.
Aber am meisten erzähle ich ihnen von deiner Liebe. Von der Liebe, die du uns geschenkt hast – auf deine manchmal chaotische, aber so ehrliche Weise. Von deiner Art, die Kinder anzusehen, als wären sie dein größter Schatz. Von der Sicherheit, die du mir gegeben hast, selbst in den stürmischsten Momenten.
Ich will, dass sie wissen, dass Liebe nie aufhört, nur weil jemand nicht mehr da ist. Dass du in ihnen weiterlebst – in ihrem Lachen, in ihrer Wildheit, in ihrer Güte.
Und wenn sie mich fragen, wo du bist, sage ich:„Hier. Ganz nah. In uns.“ Denn das bist du. Du wirst für immer bei uns bleiben. In jeder Geschichte, in jedem Lachen, in jedem Atemzug.
„Man kann einen Menschen nicht festhalten. Aber man kann seine Liebe weitertragen –und sie wird nie weniger.“

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