Heute Morgen.
Zwischen Brotdose und Schuheanziehen.
Ganz nebenbei sagte mein kleiner Sohn diesen Satz.
Nicht weinend.
Nicht dramatisch.
Sondern wie einen Plan.
Als würde man einfach ins Auto steigen.
Kurz hochfahren.
Papa besuchen.
Wiederkommen.
Und mein Herz blieb stehen.
Für ihn ist der Himmel ein Ort.
Kein „für immer weg“.
Sondern eher ein „gerade nicht hier“.
Manchmal beneide ich ihn um diese Vorstellung.
Ich wünschte, es gäbe wirklich eine Straße dorthin.
Ich wünschte, wir könnten einfach los.
Stattdessen saß ich da
mit diesem Kloß im Hals
und suchte nach Worten, die wahr sind –
aber nicht noch mehr Schmerz machen.
Ich habe ihn festgehalten und gesagt:
„Ich weiß. Ich würde Papa auch gern besuchen.“
Mehr nicht.
Keine großen Erklärungen.
Keine fertigen Antworten.
Nur dieses gemeinsame Vermissen.
Was mich so trifft, ist diese Selbstverständlichkeit.
Papa gehört für ihn immer noch dazu.
Nicht Vergangenheit.
Nicht abgeschlossen.
Vielleicht ist das unsere Aufgabe als Eltern:
Nicht alle Antworten zu haben.
Sondern da zu sein, wenn die Fragen kommen.
Die Sehnsucht auszuhalten.
Sie nicht kleinzureden.
Nicht zu korrigieren.
Ich kann ihm keinen Weg in den Himmel bauen.
Aber ich kann neben ihm stehen,
wenn er wieder „fahren“ möchte.
Und wenn es wirklich eine Straße gäbe –
wir wären längst unterwegs.

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