Ein Tag, den wir uns gemeinsam gewünscht hätten
Heute war es so weit: der erste Kindergartentag für unseren kleinen Sohn. Ein Tag, der so viel bedeutet – für ihn, für uns, für mich. Eigentlich wollten wir diesen Moment gemeinsam erleben. Hand in Hand, mit einem warmen Lächeln und vielleicht ein paar Tränen im Augenwinkel, weil wir spüren, wie schnell die Zeit vergeht.Doch du warst nicht da. Wieder ein Tag ohne dich – und doch kein gewöhnlicher. Sondern einer dieser Tage, an denen die Lücke, die du hinterlassen hast, noch größer scheint.
Wie es gewesen wäre, wenn du hier wärst
Wärst du hier, hättest du dir bestimmt frei genommen, so wie damals bei unserer Mittleren. Ich sehe dich vor mir: wie du seine kleine Hand hältst, wie du ihm Mut zusprichst. Wir hätten uns angeschaut, uns in den Arm genommen und diesen Moment geteilt – voller Stolz und voller Liebe.Stattdessen war da heute nur meine Hand, nur mein Lächeln, nur meine Umarmung. Und hinter all dem meine stille Träne, die er nicht sehen sollte.
Alles kam so anders als geplant
Er ist noch keine zwei Jahre alt. Eigentlich wollten wir ihn noch zuhause lassen, ihm Zeit geben, ihn behütet bei uns aufwachsen lassen. Doch das Leben hat entschieden, dass es anders kommen musste. Ich brauche die Betreuung, um arbeiten zu können, um alles am Laufen zu halten. Entscheidungen, die wir gemeinsam getragen hätten, trage ich nun allein.Und manchmal fühlt es sich an, als würde ich durch einen Sturm gehen, während andere in der Sonne stehen.
Wenn dein Fehlen noch lauter wird
Es gibt Tage, da ist dein Fehlen leise – ein ständiger Schatten, den ich mit mir trage. Aber dann gibt es Tage wie diesen: Da ist es laut, schneidend, schwer.Während andere Paare gemeinsam vor der Kita stehen, halte ich tapfer sein Händchen und lächle. Doch in mir drin schreit alles: Du müsstest hier sein.
Ich gehe weiter – mit dir im Herzen
Und trotzdem gehe ich weiter. Für ihn. Für unsere anderen Kinder. Für das Leben, das wir so sehr geliebt haben. Auch wenn es jetzt anders ist. Auch wenn es schmerzt.Du fehlst. Heute. Gestern. Morgen. Immer. Aber ich nehme dich in Gedanken mit – bei jedem Schritt, den ich alleine gehen muss.Und vielleicht ist genau das der Mut, den ich gerade habe: weiterzugehen, auch wenn du nicht hier bist.

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